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Ausdrücklich appelliert Angelin Preljocaj direkt an die Schaulust des Publikums, wenn seine Inszenierung in opulenten Bildern und spektakulären Effekten schwelgt.
Angelin Preljocaj gibt dem zeitgenössischen Tanzschaffen seit vielen Jahren wesentliche Impulse, die sich nicht nur auf dem Feld der Avantgarde, sondern längst auch in den großen Häusern wie z. B. der Pariser Oper bemerkbar gemacht haben.
2008 hat er ein großes romantisches, aber dennoch zeitgenössisches Ballett choreographiert. Mit seiner Version von SCHNEEWITTCHEN sieht er sich ausdrücklich in der Tradition der großen Ballett-Klassiker, wenn er, um die Phantasie der kleineren und großen Zuschauer zu beflügeln, einen altbekannten Märchenstoff mit den Mitteln des Tanzes verarbeitet. Und mehr noch: Ausdrücklich appelliert er direkt an die Schaulust des Publikums, wenn seine Inszenierung in opulenten Bildern und spektakulären Effekten schwelgt.
Musikalische Grundlage bilden Kompositionen von Gustav Mahler, in denen Angelin Preljocaj die Atmosphäre des Waldes zu spüren glaubt, und in die sich nach seiner Auffassung die Motive der sieben Zwerge und der bösen Stiefmutter in idealer Weise hineininterpretieren lassen.
Eine opulente Szenerie voller Magie hat ihm der Bühnenbildner Thierry Leproust erschaffen, die passenden Kostüme niemand geringerer als der berühmte Modeschöpfer Jean Paul Gaultier.
Koproduktion: Staatsballett Berlin | Ballet Preljocaj (Aix-en-Provence)